Medikamente

Medikamente
Bronchiektasen sind bislang noch unheilbar, aber der Fortschritt in der Medizin ermöglicht es die Lebensqualität eines Betroffenen erheblich zu verbessern! Dafür ist es wichtig das Patient und sein behandelnder Arzt eng zusammen arbeiten.

 

Antibiotika-Therapie:

Um eine optimale Antibiotika-Therapie zu bestimmen wird vom Sputum eines Patienten ein Antibiogramm erstellt. Dazu wird aus dem Sputum eines Patienten eine Kultur im Labor angesetzt. Es wird festgestellt welche Bakterien im Sputum vorhanden sind und welches Antibiotika gegen diesen Keim hilft. Die häufigsten Keime bei sind unter anderen Pseudomonas, Aspergillus, Staphylokokken usw. Sie können sich im Sputum des Patienten sehr schnell vermehren und Entzündungen hervorrufen.

 

Antibiotika unterstützen das Immunsystem des menschlichen Körpers bei der Vernichtung dieser Bakterien. Sie können in Form von Tabletten und Saft oral eingenommen werden. Auch ist es möglich das Medikament zu inhalieren.

 

Heim i.v.

Bei stärkeren Entzündungen der Lunge oder auch als Prophylaxe (Vorbeugung) wird das Antibiotikum in die Vene (i. V.) gespritzt. Häufig werden zwei verschieden Antibiotika kombiniert.

Die intravenöse Therapie muss nicht immer im Krankenhaus verabreicht werden. Oft ermöglichen Mikro-Katheter und eine kleine Pumpe den Patienten, nach vorangegangener Schulung, die Therapie zu Hause auszuführen. Je nach Krankheitszustand wird in regelmäßigen Abständen eine Antibiotika-Therapie als Prophylaxe durchgeführt.

 

Heim i.v. mit Port-System:

Wenn über einem längeren Zeitraum eine intravenöse Antibiose durchgeführt werden soll, oder der Patient keine guten Venen (mehr) hat, wird oft auch ein Port unter die Haut eingepflanzt.

Ein Port ist ein zentraler Venenzugang welcher in einer kleinen OP (lokale Anästhesie) unter die Haut geschoben wird (ähnlich wie bei Krebserkrankungen mit einer Chemotherapie).

Der Port besteht aus einem Titanstück welches die Größe eines 2-Euromünzstückes hat inkl. einer Silikonmuffe. An dem Port wird der Katheterschlauch bis zum Herzen in eine Vene gelegt. Der Port kann bis auf unbestimmte Zeit im Körper verweilen und hat nur geringe Risiken. Wenn es Zeit für eine i.v. ist, wird der Port vom Arzt/ Patienten durch die Haut angestochen (in die Silikonmuffe) und die Antibiose wird über Verlängerungsschläuche dort angeschlossen.

 

 

Schleimlösende Medikamente:

Um das zähe Sekret in den Atemwegen des Patienten zu lockern gibt es verschiedene schleimlösende Medikamente. Sie können ähnlich wie Antibiotika inhaliert, geschluckt und in die Venen gespritzt werden.

N-Acetylcystein, besser bekannt als Fluimucil oder ACC dient zur Aufspaltung von chemischen Brücken zwischen Schleim-Eiweißen wodurch der Schleim flüssiger wird. ACC oder Fluimucil gibt es als Kapseln, wasserlösliches Pulver oder Brausetabletten. Es kann aber auch Intravenös verabreicht werden.

DNase (z. B. Pulmozyme) ist ein durch die Genforschung entwickeltes Medikament. Bei der Abwehr von bakteriellen Infektionen in den Atemwegen gehen weiße Blutkörperchen zugrunde und die DNA (Erbsubstanz) dieser Zellen wird freigesetzt. Durch die Inhalation des Enzyms DNase spaltet das im Sputum vorkommende DNA und verflüssigt so den Schleim. Bei einer Bronchoskopie kann der Wirkstoff zum Auflösen von festen Sekretspfropfen direkt in den Atemwegen eingesetzt werden.

Kochsalz (NaCl)wird meistens zur Verdünnung von Medikamenten genommen. Die schleimlösende Wirkung nutzt man auch bei der Inhalation.

 

Bronchienerweiternde Medikamente:

Bei CF und PCD kann es zu einer Muskelverkrampfung und Schwellung der Bronchialschleimhaut kommen. Dies sind neben der Verschleimung weitere Ursachen die zur Überblähung führen können. Um den Verkrampfungen entgegen zu wirken lässt man die Patienten mit bronchienerweiternden Mitteln (Sultanol, Atrovent usw.) inhalieren.

 

 

Sonstiges:

Es gibt natürlich noch viele weiter Medikamente die ein Mukoviszidosepatient einnehmen muss. Je nach Krankheitsverlauf ist die Medikation jedoch unterschiedlich.

Informationen über Enzyme zur Verdauung und Vitamine finden Sie unter speziellen Mukoviszidose Webseiten, welche ich Ihnen unter Links vorstelle.

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